Damals & Heute

Markee-Online Logo

Bürgermeister Fleischmann sieht Vertrag mit Elternverein als ungültig an

Quelle: Märkische Allgemeine

NAUEN/MARKEE. Die elf neuen Ortsteile sind noch nicht einmal nach Nauen eingemeindet, schon gibt es Ärger mit der Stadt: Bürgermeister Detlef Fleischmann will den am 27. Juni zwischen der Gemeinde Markee und dem freien Träger "Kindertagesstätte Kunterbunt e. V." geschlossenen Vertrag zum Betreiben der kommunalen KiTa nicht anerkennen und für ungültig erklären lassen. In einem Schreiben vom 23. September an die Kommunalaufsicht des Kreises macht er unter anderem "erhebliche finanzielle Belastungen" für die Stadt durch die 20-jährige Laufzeit geltend. Zudem sei die Stadt an der Vertragsgestaltung nicht beteiligt worden. Einen Brief mit ähnlichem Inhalt schickte Fleischmann zwei Tage später an Markees Bürgermeisterin Anke Meißner, kündigte darin das Einschalten der Kommunalaufsicht an. Behördenchef Jens Aasmann hat Amtsdirektor Richard Heynisch bereits mitgeteilt, dass er der Rechtsauffassung der Stadt folge und die sieben Seiten umfassende Stellungnahme des Amtsdirektors nicht beachtet werde.

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: JENS WEGENER

Eines muss man den Markeer Gemeindepolitikern lassen: Sie engagieren sich bis zur letzten Sekunde, genauer gesagt bis zum 26. Oktober, für ihr Dorf. Auch wenn es im jüngsten Fall "nur" um Ausgleichspflanzungen geht.

Es wäre aus Sicht der Gemeinde einfacher und Zeit sparender gewesen, dem Entwurf des Grünordnungsplanes zum Gebiet "Kleingartenanlage" zuzustimmen. Projekt abgeschlossen - Deckel zu und warten, bis der Investor irgendwann loslegt. Nein. Die Markeer wollen mitbestimmen, wohin die neuen Bäume und Sträucher gepflanzt werden und nehmen dafür einen Zeitverzug in Kauf. Und auch die Gefahr, dass die Papiere nicht komplett überarbeitet in der Oktobersitzung auf dem Tisch liegen und letztlich doch die neue Stadtverordnetenversammlung Nauen entscheidet.

Ärger um Ausgleichspflanzungen

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser:

MARKEE. Ob die Kleingartenanlage an der Landesstraße 86 in Markee mit 138 Parzellen überhaupt verwirklicht wird, weiß nur der Investor - die Volksbank Bocholt. Die Markeer Gemeindevertreter befürworten das Vorhaben, was vor zwei Jahren angeschoben wurde, nach wie vor. Sie sind aber skeptisch, was dessen Realisierung angeht.

Außerdem sprach sich die Mehrheit am Dienstagabend gegen den zweiten Entwurf des Grünordnungsplanes aus. Der sah für die zu versiegelnde Fläche von insgesamt sieben Hektar Ausgleichspflanzungen hinter der Gartenanlage vor. "Wir möchten aber, dass in einigen Bereichen des Dorfes Bäume und Sträucher gesetzt werden", sagte Gemeindevertreter Roland Borchert. Also arbeiten "wir diese Änderung jetzt in den Plan ein, beteiligen noch einmal die Betroffenen und reichen ihn dann an den Landkreis zur Genehmigung ein", sagte Ilona Smykalla vom Bauamt Nauen-Land. Sie hofft, dass die Satzung zum Bebauungsplan "Kleingartenanlage" in der letzten Markeer Gemeindevertretersitzung im Oktober beschlossen werden kann.

Elternverein übernimmt Markeer KiTa

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: JENS WEGENER

20030913MARKEE. Sylke Flügel blickt in den bunt geschmückten Hof der KiTa Kunterbunt. Dann schaut sie auf ihren kleinen, vierjährigen Maximilian und sagt: "Bisher waren wir nur Muttis. Jetzt müssen wir noch mehr Verantwortung übernehmen. Aber ich denke, wir schaffen das."

Als erste Kindertagesstätte im Amtsbereich Nauen-Land wird die Markeer KiTa "Kunterbunt" seit dem 1. September von einem Elternverein geführt. Gestern Nachmittag bei der Namensfeier enthüllten Mitglieder des Vorstandes das selbst gemalte Schild "KiTa Kunterbunt e.V.".

Landesverfassungsgericht lehnt die Anträge der Nauen-Land-Gemeinden ab

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: JENS WEGENER

POTSDAM/NAUEN-LAND. Eine weitere Niederlage mussten 13 Gemeinden des Amtsbereiches Nauen-Land im Kampf um den Erhalt ihrer Eigenständigkeit hinnehmen. Das Landesverfassungsgericht wies jetzt die Anträge aller 13 Dörfer zurück, die darauf abzielten, die Kommunalwahl nicht in den durch das Gemeindegebietsreformgesetz bestimmten neuen Strukturen stattfinden zu lassen.

Im Klartext: Die Bewohner von Börnicke, Kienberg, Tietzow, Groß Behnitz, Klein Behnitz, Wachow, Markee, Ribbeck, Berge, Bergerdamm und Lietzow wählen am 26. Oktober in einem der beiden Wahlkreise von Nauen. Retzow bildet einen eigenen Wahlkreis im Amtsbereich Friesack, Selbelanger werden in einem Wahlkreis mit Paulinenaue an die Urnen treten.

Klänge von Flöte und Cembalo in der Markauer Kirche

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: IRENE KRIEGER

MARKAU. Junge Musikerinnen aus Taiwan und aus Japan zeigten am Samstagnachmittag in der Markauer Kirche vor etwa 40 Zuhörern ihr phänomenales Können an den Instrumenten Flöte und Cembalo.

Dabei kamen zuerst allerdings einige Unstimmigkeiten bei der Organisation zum Vorschein. Die Markauer und Markeer wussten nichts von diesem Ereignis, wie einige auf dem Sportplatz versicherten, weil nirgends ein Plakat ausgehängt war. Als schließlich der veranstaltende Organisator Dunn Smith aus Falkensee mit vielen Freunden zur Kirche kam, hatte er die Programmzettel vergessen, so dass die Musikerinnen, die sich von einem Taxi das schwere zweimanualige Cembalo aus Berlin zur Markauer Kirche hatten fahren lassen, das Instrument nicht nur aufbauen und stimmen mussten, sondern vor und nach ihrem Spiel auch noch die Stücke ansagen mussten. Das machten sie zwar mit leiser Stimme, aber sehr charmant.