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Markeer wollen Lkw-Durchfahrtverbot

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: ANDREAS KAATZ

MARKEE. Die Schmerzgrenze für die Einwohner von Markee und Markau ist jetzt endgültig erreicht. Sie wollen dem permanenten Lkw-Verkehr durch ihren Ort ein Ende bereiten. Etwa 40 Anlieger der Landesstraße 86 fanden sich unlängst zusammen und gründeten die "Interessengemeinschaft Durchfahrtverbot für den Schwerlastverkehr durch Markee".

Wie Jürgen Piel sagt, der zum "harten Kern" des Bürgerprotestes zählt, wolle man jetzt über geeignete Aktionen nachdenken. Piel hat in den zurückliegenden Tagen rund 100 Unterschriften gesammelt, zog von Haustür zu Haustür. Aber auch in der Kita und beim Arzt lagen Listen aus.

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: ANDREAS HüBSCHER

Alle unmittelbaren Anwohnern der Markauer und Markeer Hauptstraße haben mein vollstes Mitgefühl. Obwohl nur mittelbar Anwohner, weiß ich, wovon ich schreibe. Grund für den Lärm sind aber nicht nur die fünf "90-Grad-Kurven" (von denen sich drei in Markau befinden) sondern auch der Straßenoberbau, der seit Jahren nur bruchstückhaft ausgebessert wurde. Sehr laute Geräusche entstehen schon auf dem Granitpflaster, aber wenn die Ortsdurchfahrt zudem Unebenheiten und Schlaglöcher aufweist, haben leere Lkw kein Problem, die durchschnittliche Geräuschentwicklung an diesen Stellen mal eben zu verdoppeln. Geschwindigkeitseinschränkungen (30 für Lkw) könnten zwar helfen, sie haben auch nur dann Sinn, wenn sie regelmäßig überprüft werden. Die Lkw ganz aus Markee zu verbannen wäre jedoch der falsche Ansatz.

Ein kleines Jubiläum feierte die Fazenda da Esperanca Gut Neuhof. 200 Gäste aus der ganzen Welt kamen nach Markee

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: TIM TOLSDORFF

MARKEE. In seinem alten Leben war Sebastian ein Süchtiger, mehr als ein Jahrzehnt lang. In seinem neuen Leben ist er schlicht "der Bayer". So nennen den blonden Münchner seine Mitbewohner in der Fazenda Esperanca auf Gut Neuhof. Die christliche Einrichtung bietet Alkohol- und Drogenabhängigen die Chance, von ihrer Sucht loszukommen, den Einstieg ins normale Leben zu schaffen. Sonnabend feierte der "Hof der Hoffnung" in Markee zehnjähriges Bestehen.

Am Vormittag erzählten drei Bewohner den mehr als 200 Besuchern, Mitarbeitern und ehemaligen Bewohnern der Fazenda im randvollen Saal ihre Geschichte – darunter auch Sebastian. "Ich absolvierte eine Drogenkarriere wie aus dem Lehrbuch: Erst Cannabis, dann Ecstasy und schließlich Heroin. Am Ende spritzte ich mir das Zeug, um den Frust aus meinem Job zu verarbeiten", berichtete der 26-Jährige den gebannten Zuhörern. "Ich absolvierte 13 Entgiftungen, brach dazu drei Therapien ab." Seit vier Monaten ist er nun auf Gut Neuhof – und clean. Entscheidend für diesen Erfolg war für ihn die Herzlichkeit, mit der er aufgenommen wurde.

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: MAZ

MARKEE. "Abenteuer Leben" – so lautet das Motto des diesjährigen Franziskusfestes auf der Fazenda da Esperança auf Gut Neuhof in Markee. Am Sonnabend ab 10 Uhr öffnet die Einrichtung für Drogenkranke und Alkoholabhängige ihre Türen. Fazendas sind vor 25 Jahren in Brasilien entstanden und bieten mit Erfolg jungen Menschen eine Perspektive.

Vor zehn Jahren hat man mutig die Arbeit auf dem total zerfallenen Gut Neuhof begonnen und viel Kraft und finanzielle Mittel in die Renovierung der Gebäude investiert. "Viele Hilfsorganisationen und private Spender haben dabei geholfen", erzählt Pfarrer Christian Heim. Heute bietet Gut Neuhof 36 jungen Männern eine Chance zum neuen Leben ohne Drogen.

Neue Nauener Ortsbeiräte

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: JEWE

NAUEN. In zwölf Ortsteilen von Nauen wurden am Sonntag auch neue Ortsbeiräte gewählt. Die Mitglieder bestimmen aus ihrer Mitte den Ortsvorsteher. Die Ergebnisse lauten [...] in Markee: Roland Borchert 508 und Ralph Bluhm 170 (beide LWN) [...].

Abstimmung für die SVV Nauen (ohne Briefwahl):

Wahlberechtigte: 776

Wähler: 261

Wahlbeteiligung in %: 33,6

Gültige Stimmen: 735

Das Ergebnis:

Erschütterungen und Lärm durch Lkws sind für die Anwohner der Markeer Ortsdurchfahrt quälende Normalität

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: ANDREAS KAATZ

MARKEE. Jürgen Piel reicht es langsam. Mehr als zehn Jahre wohnt er schon in der Markauer Hauptstraße, direkt an einer der fünf 90-Grad-Kurven im Ort. Tag und Nacht rattern dort Lkws in beiden Richtungen über das teils ausgefahrene Kopfsteinpflaster, sorgen für Lärm und Erschütterungen.

"Mir geht es aber in erster Linie um die Verkehrsgefährdung", sagt Piel. Erst vor kurzem habe er mit angesehen, dass in "seiner" Kurve "zwei Lkws fast zusammengeknallt" wären. Denn für die Auto- und Mülltransporter sind die Straße und die schmalen Kurven nicht ausgelegt, Sattel- und Hängerzüge müssen die Gegenfahrbahn mit nutzen, um die Kurve zu kriegen. Teilweise geht’s auch über den Bürgersteig. Doch wegen der verdeckten Sicht ist der entgegenkommende Verkehr erst sehr spät zu erkennen. Trotz der Begrenzung auf 30 km/h komme es dadurch des Öfteren zu gefährlichen Situationen.