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Markeer Havellandschule wurde vom DFB mit einem Starterpaket bedacht

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: WOLFGANG GERTH

MARKEE. Noch waren die Bälle nicht mit Luft gefüllt. Der Freude der Kinder aber tat das keinen Abbruch. Die Mädchen und Jungen der Fußball-AG der Markeer Havellandschule wären am liebsten gleich zum Training ausgerückt. - Verpackt in einem "Starterpaket" hatten sie gerade sechs neue Lederbälle, mehrere Spielerwesten in zwei verschiedenen Farben, Poster der Nationalmannschaft und spezielle Stundenpläne erhalten.

Die Sendung war Teil einer Schulfußball-Initiative des Deutschen Fußballbundes (DFB). Sie wurde von dessen Präsidenten Theo Zwanziger unter dem Motto "Schule und Fußball - ein starkes Team" ins Leben gerufen. Wie die Havellandschule werden noch etwa 600 andere Grundschulen des Landes Brandenburg davon profitieren.


"Diese Übergabe ist der großen Euphorie der deutschen Fußballfans während der Weltmeisterschaft gezollt", sagte Nauens VfL-Präsident Lothar Strube. Das gemeinsame Ziel sei es, die Kraft des Fußballs für die sozialen Belange zu nutzen. Fußball begeistere, verbinde Menschen verschiedener Herkunft und kennt keine kulturellen Unterschiede.

Nicht ganz treffend ist für die Markeer Schule lediglich der Begriff "Starterpaket". An dieser Einrichtung, so informierte Silvia Pagel als stellvertretende Schulleiterin gestern nicht ohne Stolz, gebe es schließlich schon seit drei Jahren eine Fußball-AG. 15 Mädchen und Jungen zwischen sechs und 19 Jahren trainieren in dieser einmal pro Woche unter Anleitung des professionellen Trainers Andy Voß. Dafür gewonnen wurde dieser vom Förderverein der Schule, einen finanziellen Zuschuss gibt der Kreissportbund.

"Für Förderschüler ist es ganz besonders wichtig, sie über eine Mannschaftssportart an Verhaltensweisen heranzuführen, die im Alltag unverzichtbar sind", sagte die Sonderpädagogin. Als Teil einer Mannschaft würden die Kinder sehr schnell erkennen, wie sehr der eine auf den anderen angewiesen ist. Fairness, Kooperation und Rücksichtnahme seien weitere Eigenschaften, die sich in der Mannschaft herausbilden lassen. "Und was die Spieltechnik angeht", so Silvia Pagel, "können alle AG-Mitglieder jetzt gleichzeitig das Trippeln üben." Das mache mehr Spaß und motiviere.

Generalisierend schätze VfL-Präsident Lothar Strube ein: "Wenn es uns gelingt, die Kraft des Fußballs für die sozialen Belange zu nutzen, dann haben wir ein großes Ziel erreicht."