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Auch Wustermarker und Markeer unterstützen jetzt die BI "Gegenwind"

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: NADINE FABIAN

BREDOW. Sie hatten mit einem enormen Zuwachs gerechnet, die Mitglieder der Bürgerinitiative Gegenwind. Vom regen Interesse, in ihrem Verein mitzuwirken, dürften die Windmühlen-Gegner am Freitagabend dennoch überrascht gewesen sein: Gegenwind hat nämlich ein gutes Drittel zugelegt. Mehr als ein Dutzend Neumitglieder, vor allem aus Markee und Wustermark, erklärten ihren Beitritt.

Früh hat der noch junge, ursprünglich für Bredow, Brieselang und Zeestow gegründete Verein erkannt, dass seine Stärke mit einer territorialen Aufweitung wächst. "Wir haben jetzt auch Einzelkämpfer dabei", sagt Michael Förster. Es sei nicht einfach gewesen, zu den anderen, an der Nauener Platte gelegenen und vom geplanten, 120 Anlagen starken Windpark betroffenen Orten Kontakt aufzunehmen.


Jetzt, da Markee und Wustermark den Verein bereichern, führt die BI auch einen entsprechenden Namen: Aus der "Bürgerinitiative Gegenwind Bredow, Brieselang, Zeestow" ist nun die "Bürgerinitiative Gegenwind Nauener Platte" geworden. Gleichzeitig wurde der Vorstand durch Roland Borchert (Markee) und Helmut Lange (Wustermark) als Beisitzer ergänzt.

So will man der Identifikation der Neulinge auf die Sprünge helfen und das Zusammengehörigkeitsgefühl fördern. "Wir werden auch die Mitgliederversammlungen immer wieder verlagern", kündigt Förster an. Bisher trifft sich die Gruppe an jedem ersten Freitag im Monat um 19 Uhr in der Bredower Gaststätte "Grünefeld".

"Wir haben jetzt viel zu tun", sagt Förster. Zunächst müsse die BI prüfen, was überhaupt an den Standorten geschieht und wie der aktuelle Stand ist. An einem weiteren Vorhaben arbeite man: Die BI streckt ihre Fühler zu anderen Initiativen aus und bemüht sich um Erfahrungsberichte.

"Gegenwind" setzt sich laut Satzung für den Erhalt und die Wiederherstellung einer naturnahen Kulturlandschaft auf der Nauener Platte ein. "Wir wollen und können die Anfänge nicht umdrehen", sagt Förster. "Es geht uns nicht um Verhinderung, sondern um einen gesunden Ausgleich zwischen Mensch und Technik." Windkraftanlagen seien überholt: "Es werden Produktionsreste verbaut - und wir müssen hier die nächsten 20 Jahre damit leben. Wer weiß schon, was noch auf uns zukommt und wie sich alles weiter entwickelt, wenn der geplante Windpark auf der Nauener Platte erst fertig ist."

Dass Konflikte zwischen den aus verschiedenen Gemeinden stammenden Mitgliedern auftreten könnten, befürchtet Förster nicht. Es sei zwar so, dass die einzelnen Orte "ihre" Windkraftanlagen möglichst an die Gemarkungsgrenze des anderen und somit den Nachbarn zuschieben. "Das ist aber kein Knackpunkt. Wir sitzen alle in einem Boot."

In diesem Jahr will die Bürgerinitiative mit Veranstaltungen und ihrem weiterhin zweimonatlich erscheinenden Infoblatt für sich werben. Ein Grund: Die Spenden fließen noch nicht so recht. In ihrem ersten Jahr des Bestehens hat die BI Zuwendungen im unteren dreistelligen Bereich erhalten.