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Die MDP & Wiemken GmbH Nauen stellt Vorteile der Windenergie heraus

Quelle: Märkische Allgemeine, Verfasser: JENS WEGENER

20050607HAVELLAND. Der Widerstand gegen neue Windräder auf der Nauener Platte reißt nicht ab. Heute protestieren Gegner der weißen Riesen in Nauen, Wustermark und Brieselang vor den Rathäusern. Erst vor wenigen Tagen hat der Hauptausschuss der Nauener Stadtverordnetenversammlung das so genannte Re-Powering von 17 Anlagen (Erhöhen der Nabenhöhe von 99 auf 149 Meter) im Windpark Nauen I abgelehnt, weil die versprochenen Gewerbesteuereinnahmen aus diesen Anlagen bisher ausgeblieben sind. Morgen werden die Stadtverordneten die endgültige Entscheidung treffen.


Für Investor Theo Wiemken, Geschäftsführer der MDP & Wiemken GmbH Nauen, Anlass genug, um anhand von Fakten die Vorteile der Windenergie für die Stadt Nauen, die Firmen in der Region und private Landbesitzer einmal aufzuschlüsseln. "Wir bauen in den Jahren 2005 und 2006 insgesamt 64 neue Anlagen in Markee, Etzin, Bredow, Zeestow, Berge, Lietzow und Nauen. Die Gesamtinvestition beträgt 141 Millionen Euro." Diese Schwindel erregende Zahl lässt sich detailliert auflösen: So entfallen neben den Anlagenkosten selbst (125 Millionen Euro) allein 2,2 Millionen Euro auf das Herstellen von Zuwegungen und Kranstellflächen, für Netzanschlüsse und Umspannwerke werden 5,3 Millionen Euro gebraucht, die Planung und Vermessung verschlingt ebenfalls 2,2 Millionen Euro.

"Dieses Geld bleibt fast ausschließlich in der Region", sagt Theo Wiemken. "Die Vermessungs- und Tiefbauarbeiten erledigt das Ingenieurbüro-Consult Potsdam, die Erdtransportarbeiten übernimmt die Firma Lische aus Nauen, eingebunden sind unter anderem die Planungsbüros Schulze in Paulinenaue und IGF in Nauen sowie der Gartenbaubetrieb Arndt in Börnicke und die Baumschule Ketzin." Für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen muss die MDP & Wiemken GmbH für die 64 Räder rund 1,3 Millionen Euro aufbringen.

Ralf Lische, Inhaber der Nauener Erdbaufirma, ist glücklich über die Aufträge: "Von meinen 35 Mitarbeitern hätte ich längst nicht alle halten können, wenn es die Aufträge für die Windparks nicht gäbe." Auch Udo Schmidt, Chef der Ingenieurgesellschaft Falkenrehde (IGF), erklärt, dass "drei bis vier meiner Leute sich täglich und ausschließlich nur mit Windplänen befassen". Ähnlich zufrieden dürften die Restaurant-, Pensions- oder Hotelbetreiber der Region sein. Arbeiter, die die Anlagen montieren, sorgen unter anderem in Landgasthof Zachow, im Hotel in Wustermark im Helenenhof Tietzow und im Landhaus Börnicke für eine gute Bettenauslastung.

Mittlerweile sechs neue Arbeitsplätze hat die Firma Enercon für ihre Servicestation Nauen geschaffen. "Alle sechs Techniker kommen aus Nauen und Wustermark", sagt Theo Wiemken. Und der Geschäftsführer wird noch konkreter: "Die Stadt Nauen erhält im II. Quartal 2005 etwa 285.000 Euro von uns, weil wir den Firmensitz nach Nauen verlegt haben." Außerdem würden die Landeigentümer profitieren, die eine jährliche Pacht von 10.000 bis 13.000 Euro pro Windrad erhalten. Dazu kommen noch etwa 2.000 Euro pro Anlage als Entschädigung für die Bewirtschaftungseinschränkung.

Schon heute legt Theo Wiemken eine Gewerbesteuerberechnung für die neuen 64 Anlagen vor. Demnach fallen in den nächsten 20 Jahren in unterschiedlich hohen Jahresscheiben an: für die 19 Anlagen im Windpark "Lietzow, Berge, Nauen" rund 6,5 Millionen Euro, für die 17 Anlagen im Windpark "Markee III" rund 5,7 Millionen, für drei Anlagen im Windpark "Markee II" rund 800.000 Euro, für die sieben Anlagen im Windpark "Etzin I" rund 2,3 Millionen, für die drei Anlagen im Windpark "Etzin II" rund 840.000 Euro, für die acht Anlagen in Zeestow rund 1,7 Millionen, für acht Anlagen im Windpark "Bredow II" rund 2,6 Millionen und für die sieben Anlagen im Windpark "Bredow III" rund 2,6 Millionen Euro.